Silvia's Kräutergenuss

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November 2013 - Walnuss

Walnuss -  Baumnuss - Welschnuss
Juglans regia

Nun wird es Zeit wieder Nüsse zu knacken!

Der Nussbaum stammt wahrscheinlich aus Persien, von wo aus er in die Mittelmeerländer, aber auch bis China und Japan kam. Die Römer brachten ihn dann mit über die Alpen. Heute ist er auf der ganzen Welt zu finden. Die alten Griechen nannten ihn ein göttliches Gewächs. Bei den Lateinern war er Jupiter geweiht, dem mächtigsten aller Götter.
Der Name Juglans, den ihm die Botaniker noch geben, ist eine Zusammenziehung von
jovis glans = Jupitereichel.
Der Baum kann ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen und wird bis zu 30 Meter hoch, er entwickelt eine breit ausladende, kugelförmige Krone. Die Rinde ist in der Jugend glatt und grauweiss, im Alter wird sie längsrissig und graubraun. Die starken Äste stehen meist waagrecht und verzweigen sich in Biegungen. Der Baum hat herrliches, glänzendes schwarzes Holz.
 In einem Bett aus Nussholz lässt es sich sicherlich gut schlafen. Es werden aber auch Tische und Truhen aus Nussholz gefertigt.
Die männlichen Blüten hängen in langen, grünen Kätzchen, ähnlich dem Haselstrauch und die weiblichen sitzen zu zweit oder zu dritt an den Zweigenden, sie blühen im April bis Mai.
Die Früchte sind von einer grünen, später braunen, fleischigen Schale umgeben und zählen botanisch gesehen nicht zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten.
Die Walnüsse wachsen in den kugeligen grünen Früchten mit der ledrigen Schale.
Die unreifen grünen Nüsse werden um Johanni (24.Juni.) gesammelt und daraus lassen sich einige Köstlichkeiten zu bereiten, z.B. Nusslikör oder„eingelegte grüne Nüsse“,
siehe Rezepte!
Beim Sammeln hinterlassen sie tiefbraune Flecken auf den Händen.
Ein Absud aus Nussbaumblättern wurde schon von Pfarrer Kneipp empfohlen.

Gesammelt werden sie im Juni, Juli. Sie enthalten Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle sowie grosse Mengen an Vitamin C. Durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen wirken sie auf der Haut adstringierend, also das Gewebe zusammenziehend, entzündungshemmend und blutstillend.
Heilsam bei Augenentzündungen oder verklebten Augen am Morgen sind Kompressen mit einem lauwarmen, in Nusssud getränktem Tuch.
Auch bei Haarausfall und Schuppen soll Walnussextrakt helfen.
Tee aus Walnussbaumblättern fand schon früh Verwendung bei Blutarmut, als Blutreinigungsmittel, bei Lebererkrankungen, bei Gicht und Rheuma, leichten Durchfallerkrankungen und bei
Magen-Darm-Störungen.
Äusserlich hilft der Tee-Aufguss in Bädern und Umschlägen bei übermässiger Schweissbildung und bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut.
Einen Aufguss aus frischen oder getrockneten Blättern zur innerlichen Anwendung:
Zwei grosse Walnussblätter auf einen halben Liter und trinkt davon tägl. zwei Tassen.

Bei Mességué (franz. Naturarzt) findet man Rezepte auch aus der Rinde, den Kätzchen, den Knospen, den äusseren grünen Nussschalen und dem Saft.
Er beschreibt, dass die Blätter frisch oder im Absud, parasitäre und unerwünschte Insekten, also Flöhe, Wanzen, Motten, Läuse, Ameisen usw. vertreiben würden.
Abgeraten wird davor, Walnussblätter mit anderen Heilpflanzen zu mischen: Ihre medikamentösen Substanzen vertragen sich nicht mit allen Wirkstoffen aus der Natur.
Während schon vor hundert Jahren die Walnuss als wertvolles Nahrungsmittel für Gicht- und Nierenkranke galt und sie Kindern und Jugendlichen als Kalzium-Lieferant für Zähne- und Knochenaufbau gegeben wurde, stehen im Zeitalter der Überernährung und daraus resultierender Volkskrankheiten andere Vorteile im Vordergrund:
Ihr reicher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren macht die Walnuss so wirksam gegen zu hohe Cholesterinwerte und gegen die Bildung der sogenannten Plaque in den Arterien.
Allerdings ist sie auch eine Kalorienbombe: 100 g Walnusskerne enthalten rund 700 Kalorien.
Fünf Walnüssen pro Tag sind zu empfehlen.
Die Walnuss enthält hochwertige Fettsäuren, wertvolle Proteine, Kohlehydrate,
wichtige Mineral- und Ballaststoffe,
die Vitamine A, B, C und E in höherer Konzentration als in vielen Obst- und Gemüsesorten.
Der Verzehr von Walnüssen kann also manche Mangelerscheinung ausgleichen.

Sogar die Gemütsverfassung wird positiv beeinflusst:
Verantwortlich dafür sind die B-Vitamine und Folsäure, die Nerven und Psyche stärken und für seelisches Gleichgewicht sorgen. 
Die Walnuss ist eine wohlschmeckende Zutat im Müsli, in Salaten, besonders im Feldsalat (Nüssler), in Saucen, Desserts, Kuchen und Gebäck.
Sie kann unseren Speiseplan vielfältig ergänzen und bereichern.
Die Blätter des Baums, von Gärtnern wenig geschätzt, weil sie sehr langsam verrotten und nur in geringer Menge dem Kompost zugesetzt werden sollen.
Die Walnuss ist auch in der Bach-Blütentherapie zu finden.
Die Walnussblüte wird eingesetzt, um die Entscheidungskraft zu stärken und den Menschen weniger anfällig für Beeinflussungen zu machen.
Wandlung und Neubeginn.
Die Affirmation lautet: Ich bin geschützt vor äusseren Einflüssen und folge meiner inneren Führung auf dem Weg zu neuen Ufern.

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